Markt

Immobilien

Die Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise zwang viele Investoren und Banken zu geänderten Geschäftsstrategien. Großvolumige Portfolien wurden nicht mehr nachgefragt, weil auch die Banken ihre Eigenkapital- und Sicherheitsforderungen sehr anhoben. Nachgefragt und finanziert wurden lediglich kleinere Volumina.

Selbst für größere Objekte fanden sich kaum Konsortialpartner. Zeitweise kam sogar der Transaktionsmarkt in Gänze zum Erliegen. Sicherheit war das oberste Gebot; von Banken- sowie Käuferseite. So wurden eigenkapitalstarke Investoren wie Versicherungen, Pensionskassen, Spezialfonds und family offices mitunter die einzigen am Markt agierenden Käufer.

Mittlerweile gewinnt der deutsche Immobilienmarkt zunehmend an Stabilität. Seit Jahresanfang 2010 gibt es deutliche Erholungszeichen. Erste Anzeichen des Wechsels von einem Käufer- zu einem Verkäufermarkt sind sichtbar. Im ersten Halbjahr 2010 betrug das Investitionsvolumen ca. 8,65 Mrd. €; dies entspricht gegenüber dem Vorjahreszeitraum eine Steigerung von 160%. Der Anteil der Portfoliotransaktionen stieg im Vergleichzeitraum um knapp 100% an und betrug mit Ablauf des Halbjahres 2010 2,4 Mrd. € bzw. 28%.

Investitionsschwerpunkte waren neben den Einzelhandelsimmobilien (45%) die Büro- und Logistikimmobilien mit 31% bzw. 8%.

Die Banken finanzieren zwar immer noch unter hohen Eigenkapital- und Sicherheitsanforderungen, doch immer mehr Käufer sind zunehmend bereit, Risiken, die bis vor Kurzem noch den Verkäufern oblagen, zu tragen.

Durch Deutschlands Ruf als sicheren Anlagehafen werden von nationalen sowie internationalen Investoren weiterhin ungebrochen erstklassige, risikoarme Immobilien mit langfristigen Mietverträgen und guter bis sehr guter Mieterbonität nachgefragt.